Anekdote 3 Regina Weigel
Als Frau inmitten von Männern hat man/frau es nicht leicht. Aber vorweggeschickt kann ich nur sagen, dass mich diese manchmal sehr schweren Phasen für mein Leben geprägt haben! Positiv geprägt haben!
Wie vorher schon erwähnt bestand unser Dienststellenbereich aus drei aufeinander folgende Büros die man mit Zwischentüren auch hätte schließen können. Sie standen aber immer offen. Das "letzte" Büro befand sich im Flur zwischen Waschkaue und Lampenstubentreppe.
Es gab immer wieder Kollegen, die sich gerne im Steigerbad aufgehalten und dort "Schnäppschen" getrunken haben. Und aus "Schnäppschen" wurde mal ganz schnell "Schnaps" ... der Wirkung wegen.
Ich hatte an diesem besagten Tag an meinem Arbeitsplatz im letzten Büro ein Radio. Einem der Reviersteiger, der seinen Arbeitsplatz im ersten Büro hatte, der für den Übertagebetrieb zuständig war, gefiel gerade das Lied, das aus dem Radio leise ertönte nicht und er dachte, mir "befehlen" zu müssen, das Radio auszuschalten! Darauf reagierte ich schon deshalb nicht, weil er eigentlich zu diesem Zeitpunkt im "Betrieb" hätte sein sollen, nicht in dieses dritte Büro gehörte und ich mir schon damals nicht gerne etwas vorschreiben ließ. Er aber angeschickert. "Ausmachen! Oder ich werf et durch et Fenster!" Und damals hatten wir alle einen Spruch auf lager und der hieß "Feigling" Und unser "Fenster" war, wenn überhaupt ein Oberlicht, die "Wand" war aus Glasbausteinen, die den Gang zur und aus der Wachkaue vom Hof her zur Sicherheitsdienststelle trennte. Also gab es als "Fenster" nur dieses besagte Oberlicht. Ich nicht feige: "Feigling!"
Und schwupps ... das Radio befand sich in direktem Steilflug noch trällernd ... Manchmal möcht ich so gern mit dir ... durch das zerspringende Oberlicht. Ich bin direkt rausgelaufen, fand die Scherben aber kein Radio! Das muss jemand direkt aufgefangen und mitgenommen haben.
Ich hatte seitdem einen neuen, up to daten Radiorecorder,
gesponsert von dem "Übertagereviersteiger"
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen