Donnerstag, 19. März 2015

Porreepflänzchen



Regina Weigel-Riedel 

 

Dem lappe mer eeng

 

Gartenbau war ja auch immer ein Thema. Man hatte ja eigentlich immer Pflänzchen übrig. Einer, der nicht gerade sehr beliebt war, brauchte noch Porree-Pflänzchen, die er aber nicht kaufen wollte.



Zwei andere Kumpel wussten das. Rein "zufällig" fragte der eine den anderen vor dem Korb, auf die Anfahrt wartend: "Wat maat d´r Jaad? Ich han Planze ze völl ..." "Oh ... ich bruch keng! Wat haste da ze völl?" "Porree! Wenn de keng bruchs, werp ich se futt!" "




Der Poreepflanzenbedürftige hatte das Gespräch – wie von den beiden gewollt – natülich mitgehört und meldete sich nun zu Wort.



„Oh, Porree-Pflänzjer? Ich bruch noch Porree-Pflänzjere! Kann ich se net han, bevür Du se wegwirfst?" "Du? Jo ... wofür net! Kannste dir holle komme! Dese nomiddach sons werf ich se futt. Dann komme se ob dr Mess.!" „Nee, nee, ich komme se jern holle!  Wo wonnst de denn?" "Ich wonn en Busch - ....straße ... Nr ... Dat Törchen is op, kannste direkt jede zweide trecke.

Aber schell ja nit. Ming Frau lät sich des nommidags emmer do!" Gesagt getan ... er ging nachmittags in den Garten wie besprochen und fing an jedes 2. Porree-Pflänzchen zu ziehen. Dann vernahm er plötzlich einen Schrei einer Frau aus dem Haus "Was machen Sie denn da? Was tun Sie in unserem Garten?"



"Dr Heinz weeß bescheed, he hat Porree-Pflänzjere ze völl, ich kann mer die ustrecke!" "Heinz??? Welcher Heinz???!" "Ürre Mann!" "MEIN MANN??? Mein Mann heißt JUPP und nicht Heinz! JUPP hier reißt einer unsere Porree-Pflänzchen raus!"



Jeder kann sich vorstellen, was geschah als der Jupp plötzlich im Türrahmen stand. Man hatte ihn einfach zu einem anderen Kumpel geschickt, der leider auch nicht sehr beliebt war.










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