Regina Weigel-Riedel
Dem lappe mer eeng
Gartenbau war ja auch immer ein Thema. Man hatte ja eigentlich immer Pflänzchen übrig. Einer, der nicht gerade sehr beliebt war, brauchte noch Porree-Pflänzchen, die er aber nicht kaufen wollte.
Zwei andere Kumpel wussten das. Rein
"zufällig" fragte der eine den anderen vor dem Korb, auf die
Anfahrt wartend: "Wat maat d´r Jaad? Ich han Planze ze völl ..."
"Oh ... ich bruch keng! Wat haste da ze völl?" "Porree! Wenn
de keng bruchs, werp ich se futt!" "
Der Poreepflanzenbedürftige hatte das
Gespräch – wie von den beiden gewollt – natülich mitgehört und meldete sich
nun zu Wort.
„Oh, Porree-Pflänzjer? Ich bruch noch
Porree-Pflänzjere! Kann ich se net han, bevür Du se wegwirfst?" "Du? Jo ... wofür
net! Kannste dir holle komme! Dese nomiddach sons werf ich se futt.
Dann komme se ob dr Mess.!" „Nee, nee, ich komme se jern holle! Wo wonnst de denn?" "Ich wonn en
Busch - ....straße ... Nr ... Dat Törchen is op, kannste direkt jede zweide
trecke.
Aber schell ja nit. Ming Frau lät sich des
nommidags emmer do!" Gesagt getan ... er ging nachmittags in den Garten wie
besprochen und fing an jedes 2. Porree-Pflänzchen zu ziehen. Dann vernahm er
plötzlich einen Schrei einer Frau aus dem Haus "Was machen Sie denn da?
Was tun Sie in unserem Garten?"
"Dr Heinz weeß bescheed, he hat
Porree-Pflänzjere ze völl, ich kann mer die ustrecke!" "Heinz???
Welcher Heinz???!" "Ürre Mann!" "MEIN MANN??? Mein Mann
heißt JUPP und nicht Heinz! JUPP hier reißt einer unsere Porree-Pflänzchen
raus!"
Jeder kann sich vorstellen, was geschah
als der Jupp plötzlich im Türrahmen stand. Man hatte ihn einfach zu einem
anderen Kumpel geschickt, der leider auch nicht sehr beliebt war.

